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König Georg II. Denkmal auf dem Niedermarkt

König Georg II. Denkmal Döbeln

König Georg II. Denkmal am Niedermarkt

Wenn ein Volk mit einem Fürstenhaus durch gegenseitige Treue und Liebe Jahrhunderte lang verbunden war wie unser Volk mit dem Hause Wettin, so werden diese Gefühle nicht ausgelöscht, wenn die geschichtliche Weiterentwicklung unter das Gewesene einen Strich macht. Die meisten Wettiner haben das Ihre dazu beigetragen unser Volk kulturell, wirtschaftlich und politisch reif zu machen, und es ist nicht ihre Schuld, wenn das nicht allenthalben gelungen ist. Wenn man dem Vater des letzten Sachsenkönigs ein würdiges Denkmal in Döbeln errichtete, so würde damit einer Dankesschuld gedacht, und wenn auch die Gegner des monarchischen Gedankens diesem Denkmal ihren Schutz nicht versagen, so treffen sie damit das Richtige. Zwar wurde aus städtischen Mitteln ein Beitrag für das Denkmal verwilligt, aber der bei weitem größte Teil der Unkosten wurde durch Opferwilligkeit von privater Seite gedeckt. Wohl hatte König Georg manchen Gegner, aber niemand konnte bestreiten, dass es seiner Gewissenhaftigkeit besonders zu danken war, dass Sachsens Finanzen in Ordnung gebracht wurden. Wie er von anderen treue Pflichterfüllung forderte, so unterzog er sich selbst such auf das Strengste der Tragung aller Arbeitslast, die ihm sein hoher Beruf auferlegte. Er war eine herbe Natur, aber von eiserner Energie, besonders in der Verfolgung eines einmal als richtig erkannten Zieles. Dem Bildhauer Völkerling in Dresden ist es trefflich gelungen, dem reichlich lebensgroßen Reiterstandbild die Charakterzüge auszuprägen, die soeben angedeutet wurden. Wir haben es hier also mit einem wirklichen Kunstwerk zu tun, das ein Stück vaterländische Geschichte verkörpert. Die treibenden Kräfte für die Beschaffung des Denkmales waren Herr Bezirkskommandeur Oberstleutnant Göhler und Herr Bürgermeister Müller.

Die Aufstellungsarbeiten waren Ende August 1911 beendet, und am 5. September konnte in Gegenwart des Königs Friedrich August, zahlreicher hoher Persönlichkeiten und unter freudiger Anteilnahme der Bürgerschaft unserer Stadt die feierliche Enthüllung stattfinden.   

C. Schwender - Döbelner Heimatschatz,  Band 6, 1927

Das König Georg II. Denkmal ist nach 1940, vermutlich zur Gewinnung von kriegswichtigem Buntmetall, abgerissen worden.